07 Vorteile der Famulatur nutzen, um flächendeckende wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung in Zukunft dauerhaft zu sichern

Antragsteller:
Dr. Gebelein, Dr. Liepe, Frau Paap, Dr. Debbrecht, Dr. Herz

 

Wortlaut des Antrages:
Die Landesversammlung des FVDZ Niedersachsen fordert einen größeren Spielraum
bei der Auswahl der an der Famulatur beteiligten Praxen und eine Intensivierung
der Zusammenarbeit mit den Universitäten bezüglich der Modifikation der Famulatur-
inhalte, die aus der Approbationsordnung abzuleiten sind.

Begründung:Die bestehende Altersstruktur, besonders in ländlichen Bereichen, wird verheerende
Auswirkungen auf die Patientenversorgung haben. Bereits jetzt können 30 Prozent
der Zahnärztinnen und Zahnärzte in den nächsten 5 Jahren in den Ruhestand gehen,
ohne entsprechende Nachfolger zu finden. In einigen Bereichen liegt diese Quote
bei 50 Prozent.
Aus diesem Grund sollte der Auswahl der Famulaturpraxen in ländlichen Regionen ein
Vorrang eingeräumt werden. Anderenfalls wäre eine Konzentration der Famulaturpraxen
in Universitätsnähe zu erwarten und infolge dessen ist eine Verdichtung der Ausbildungs-
assistenzstellen in diesem Bereich zu befürchten. Die Famulatur bietet den Studierenden
die Möglichkeit, den ländlichen Raum und teilnehmende Zahnarztpraxen sowie Zahn-
medizin auf höchstem Niveau kennenzulernen.
Um die Famulatur für die Studierenden attraktiver zu gestalten, empfiehlt die Landes-
versammlung die Zusammenarbeit mit den Universitäten zu intensivieren, um
zahnärztliche Tätigkeiten unter Aufsicht in den teilnehmenden Praxen zu ermöglichen.
Abstimmung: einstimmig angenommen